90 Jahre Inros Lackner: Mut zum Wandel

Shownotes

90 Jahre Inros Lackner! Der langjährige Vorsitzende der Geschäftsführung blickt im Jubiläums-Podcast auf neun Jahrzehnte Unternehmensgeschichte zurück.

Von den Anfängen in Bremen sowie der Zeit in DDR über die mutige Privatisierung nach der Wende bis zum international tätigen Unternehmen mit mehr als 1100 Mitarbeitenden schildert Lemcke, warum Fachkompetenz, unternehmerischer Mut und die Beteiligung der Mitarbeitenden bis heute die wichtigsten Erfolgsfaktoren von Inros Lackner sind.

Der Rostocker erinnert an prägende Großprojekte, die Fusion mit Lackner in Bremen und den Weg vom regional verwurzelten Ingenieurbüro zu einem national und international erfolgreichen Planungsunternehmen. Gleichzeitig richtet Lemcke den Blick nach vorn: Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und der Wandel der Arbeitswelt werden die Branche nachhaltig verändern. Sein Appell: Nur wer offen für Veränderungen bleibt und wirtschaftlich klug handelt, wird auch künftig erfolgreich sein.

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00:00:01: Check it, wir bauen die Welt Ein Stein auf dem anderen in

00:00:04: Roslack nach.

00:00:04: Wir sind die Planer Die Handeln von

00:00:06: Rostock bis Hanoi Brücken

00:00:08: und Gebäude.

00:00:08: Unsere Projekte sind

00:00:09: abhaltig.

00:00:10: Keine leeren Träume.

00:00:11: bauen die welt Bau sie auf Architektur

00:00:14: und Engineer Gegeben nicht auf Digital

00:00:16: und nachhaltig.

00:00:17: Wir denken voraus In Roslach nach.

00:00:19: Wir bauen dein Haus.

00:00:22: Dann.

00:00:22: herzlich willkommen zu einer neuen Folge im EL-Podcast.

00:00:26: Mein Name ist noch immer Oliver Kramer und diesmal haben wir eine Premiere, Wir tauchen tief ein in die Geschichte von EL!

00:00:36: Es ist das große Jubiläumsjahr von Inros Lackner, neunzig Jahre blickt das Unternehmen zurück und wer könnte ein besserer Gast sein für diese Folge als Uwe Lemke langjähriger Vorsitzender der Geschäftsführung bei Inros Mitglied heute noch im Verwaltungsrat?

00:00:54: und Herr Lemke macht noch ganz, ganz viele andere Sachen.

00:00:56: Im Unruhrstand will ich es mal nennen.

00:00:59: erstmal Hallo Herr Lemkeschön dass das geklappt hat.

00:01:02: willkommen

00:01:03: Ich freue mich auch.

00:01:03: Dankeschön.

00:01:04: Lass uns kurz über sie sprechen.

00:01:05: die sind jetzt seit knapp drei Jahre im Urstand wobei man ja von Ruhestand gar nicht sprechen kann.

00:01:11: Sie haben mir vorgespräch verraten.

00:01:14: Sie sind eigentlich immer noch unterwegs, vielleicht nicht mehr ganz so viel wie früher.

00:01:18: Aber hat man noch sein Tun und sie sind vor allen Dingen noch bei IL immer wieder zugegen?

00:01:23: Ja ich habe mittlerweile mit zwei Tage Woche neben den Funktionen natürlich ein Verwaltungsrat oder gerade jetzt sind ja die Jahresabschlüsse auch in der Oberholdinge.

00:01:33: Ja bin ich ab und zu tiefer an dem einen oder anderen Projekt und das macht mir viel Spaß.

00:01:36: also ich hab schon immer ein bisschen Febel gehabt für Vertragsarbeit Und da ist schon ein gutes Betätigungsfeld im Unternehmen, sodass ich an der einen oder anderen Stelle halt ein bisschen tiefer eintauche in bestimmte Projekte und mal schaue was wir da machen.

00:01:49: Wo vielleicht nachtragspotenzial ist?

00:01:51: Oder wo vielleicht Sachen bearbeitet werden von uns die wir genießt vertrag gar nicht schonen.

00:01:55: Für Sie ist es glaube ich eine tolle Sache einfach auf dem Netwaschen.

00:01:58: Wir haben möglicherweise entspanntere Ebenen da nochmal weiter tätig zu sein.

00:02:02: Wie ist es für die Kollegen, wenn sie sozusagen noch mal der alte Chef kommt vorbei und erzählt einem was?

00:02:07: Ich glaube so ist das aber nicht sondern es ist vor allen Dingen dass man von ihrer Erfahrung lernt.

00:02:12: Vielleicht müsste wir jetzt die Kollegen fragen.

00:02:13: Ja

00:02:15: ich kann ja schwer für die Kolleginnen sprechen Das müssen die beurteilen.

00:02:18: Aber ja man merkt es ja daran Dass eine Rande doch gerne auch kommt Und Fragen hat zu bestimmten Themen.

00:02:24: Ja, und das macht mir natürlich Spaß dann darauf eingehen zu können.

00:02:26: Und ein bisschen vielleicht an der einen oder anderen Stelle aus der Erfahrung dann zu schöpfen und auch Hinweise und Tipps zu geben.

00:02:32: Sie haben mir von erzählt es ist jetzt schon ein anderes Leben was man im Urstand führt wenn gleich mal immer noch ein Draht zur IEL hat.

00:02:41: Es ist aber nicht mehr so hundertzehn Prozent es ist vor allen Dingen nicht mehr ständig Kopfkino vielleicht auch dieser Druck nicht mehr da.

00:02:49: wie?

00:02:49: Wie ist das?

00:02:50: So kann man das ganz gut beschreiben.

00:02:52: Das ist wirklich so, als ich das erste Mal nach dem niederlegenden End der hier in Urlaub war zwei Wochen.

00:02:59: Da habe ich das am zweiten Tag schon gemerkt dass es irgendwie ganz anders ist weil man doch immer reagiert und irgendwas ist ja immer Und beim Frühstück ließ man schon mal eine Mehl und irgendwie muss man darauf auch reagieren.

00:03:11: Ja und das muss ich jetzt nicht mehr und das war schon ein qualitativer Unterschied zum Glück Habe ich das vorher nicht gemerkt.

00:03:18: Also so lange ich aktiv war, habe ich das nicht gemerkt.

00:03:21: Dass es irgendwie mich für mich stürmt ist.

00:03:23: Das war so normal und man hat das getan und ich hab das nicht verstörend empfunden.

00:03:28: Jetzt als es nicht mehr da war, hab' ich das irgendwie als Erleichterung empfundet.

00:03:31: So muss ich das schon sagen!

00:03:32: Ja

00:03:33: jetzt würde ich den großen Bogen spannen aber bevor wir zu EL kommen vielleicht den großen bogen zu Ihnen... Jetzt waren wir beim letzten Arbeitstag oder bei meinem Oberstand.

00:03:42: Wie können sich denn noch an Ihren ersten Arbeitstag erinnern?

00:03:46: Bei EL?

00:03:47: Ja, das kann man gar nicht so definieren als ersten Arbeitstag.

00:03:50: Also wir haben während des Studiums im Praktikum gemacht und mein Praktikum war schon in der Vorgängerfirma von IL also damals FPT Forschung Projektierung Technologie.

00:03:59: Das waren eine Zweigstelle Planungspro des BMK Industrie- und Hafenbauer noch relativ großes Kombinaten mit zwölftausend Mitarbeitern.

00:04:17: Das war nicht mein erster offizieller Arbeitstag, aber da kannten wir natürlich schon ein bisschen das Unternehmen.

00:04:21: Und was als Student zu der Zeit schon sehr ungewöhnlich war, man trug komplett weiße Kittel und wenn eine Pause war und die Mittagspause war und hier waren ja ein kleiner Supermarkt in der Nähe, dann ging die Leute alle mit ihrem meisten Kittel zum Supermarkt und man hatte so das Gefühl, dass Student... Hier hat gerade den Krankenhaus Betriebsferien oder sowas.

00:04:41: Also es war schon sehr umgewöhnlich.

00:04:43: also wenn man das heute sieht dann war das schon ein sehr ungewöhnlicher Blick.

00:04:48: Warum

00:04:48: in diesen weißen Kitteln, weil das sozusagen die Arbeitskleidung der Ingenieure war so klassisch dass man sich auch so ein Stück weit davon abhebt?

00:04:55: Ja ich glaube das war so eine Nischung.

00:04:56: also zum einen hatte man ja keine Computer, man hat also mit Sklippent und gezeichnet mit Bleistift auf Pergamentpapier Und natürlich, also das färbte natürlich in gewisser Weise.

00:05:08: Also da war er so ein Schutz für die Arme schon ganz gut denke ich mal.

00:05:11: Das war sicherer eine Grund.

00:05:13: Der andere war aber auch glaube ich schon.

00:05:14: Da hat man sich ein bisschen abgehoben und gesagt, also wir sind hier Intelligenz.

00:05:18: Und da trägt man halt einen weißen Kittel?

00:05:20: Ja ich glaube schon das war auch in einer normalen Arbeitssetzung wo die Leitenden her an des Hauses sozusagen saßen.

00:05:26: Hat man gerne nicht mit Sklemente und Tuschel gearbeitet auf die trugen alle weißen Kitze.

00:05:30: Wie war es zu DDR-Zeiten?

00:05:31: wie muss man sich das vorstellen?

00:05:33: Die Abläufe sind vielleicht gar nicht so viel anders als heute was Bauplanung, Bauwesen betrifft.

00:05:42: Wie haben sie das empfunden zu DDR Zeiten?

00:05:45: Na ja, die Einarbeitung war grundsätzlich schon mit der heutigen Vergleichbar.

00:05:49: Also auch da hatte man quasi ein Mentor, üblicherweise saß man mit ihm im gleichen Zimmer und wenn man irgendwelche Fragen hatte dann ging man auch den zu.

00:05:57: also das war gar nicht so viel anders.

00:05:59: sicherlich waren die technischen Malmedien ganz andere.

00:06:03: Wenn ich beispielsweise... Wir mussten auch damals schon Erleutungsberichte schreiben und bevor der Bericht insige Teriat ging, dann wurde er also mindestens von drei Leuten gelesen weil es ging ja nicht wie heute Eine Seite schreiben, eine halbe Seite korrigieren.

00:06:16: Also das wurde mit Schreibmaschinen geschrieben und da war hinterher nichts mehr mit korrigiert.

00:06:20: also das Wort musste sitzen Und wenn es dann getippt wurde was getippte so.

00:06:24: also das waren ganz anderes Arbeiten.

00:06:25: also was wir heute machen dass wir diktieren dass wir ändern Das ist ja auch analog mit der Zeichnung.

00:06:31: also So ein transparent Papier konnte man vielleicht einmal Mit einer Rasierklingel mal ein bisschen bearbeiten damit der Strich wieder weg ging.

00:06:38: beim zweiten Mal war ein Loch drin.

00:06:39: Also da musste man vorher überlegen.

00:06:41: Es war noch richtig Handwerk, ne?

00:06:42: Genau!

00:06:42: Da musste man vorüberlegen was man zeichnet und was man schreibt.

00:06:45: Und das kann man ja heute viel flexibler hinlernen.

00:06:47: Ja... Was die Projekte anbetrifft wenn sie mal so zurückdenken wir bleiben jetzt mal noch so DDR-Zeiten fünftiger, sechziger, siebziger Jahre aber hat natürlich auch ein Wandel stattgefunden sicherlich auch in einer staatlichen Planungen, was vorgegeben war.

00:07:05: Aber wenn man so klassische Bauprojekte zurückdenkt, in welche Richtung ging das?

00:07:10: Na gut der Betrieb also dieser Kombinatsbetrieb FPT war ja dem BMK angesiedelt und das BMK war ein Zentral geleitetes Unternehmen und war eine erste Linie zuständig für Gesellschaftsbauten, Industriebautn, Hafenbautnen.

00:07:26: Also man hatte keine Berührung im Normalfall mit Autobahnen oder mit Wohnungsbau, weil das war anders organisiert.

00:07:32: Also war insofern inhaltlich das Aufganggebiet abgegrenzt und so war auch dieser Betriebsteil hier unterwegs.

00:07:40: also man bearbeitete Werften, man bearbetete Heften, Man bearbette auch eine Stadt und Kongressale.

00:07:45: Das gehörte schon dazu, also Industriebau gehörten mit dazu aber diese anderen Felder waren nicht Gegenstand

00:07:51: Stichwort Hafen, gerade hier in Rostock.

00:07:53: Ich habe neulich auch mal eine Dokumentation darüber gesehen wie denn der Hafen Stück für Stück immer weiter ausgebaut wurde?

00:07:59: Waren sie da auch so ein Stück weit immer mit involviert?

00:08:02: weil das war ja absolut prästisch Objekt für die DDR.

00:08:06: Ja also das erste Projekt was wir wirklich inhaltlich bearbeitet haben passierte in diesem Praktikum was ich vorhin erläutert hatte.

00:08:12: im Ukraine wurde ein Neuhafen gebaut insbesondere für die Fährverkehre zwischen Russland und der DDR und dort wurde ein Fernleger gebaut.

00:08:22: Und da ging es um die Freistellung, wie kann man relativ schnell bauen?

00:08:25: Wir haben damals im Sinne oder im Rahmen dieser Praktikonsarbeit eine Technologie aufgestellt, wie man ganz schnell diesen Fernleer bauen konnte.

00:08:32: mit verschiedenen Varianten sind dann natürlich oft die Baustelle gefahren.

00:08:35: Das war zu der Zeit ja doch eine relativ große Baustellen, die auch natürlich unter einem gewissen Druck stand was die Fertigstellung anbelangte und das Tempo insgesamt anbelankt.

00:08:44: insofern war schon sehr imposant zu sehen mit welcher Power man diesen Hafen voran getrieben

00:08:49: hat.

00:08:49: Dann später haben sich dann andere Projekte noch so angeschlossen.

00:08:53: Wie hat sich das dann weiter so entwickelt?

00:08:55: Naja, was für mich persönlich war ja schon die Wende in den Jahrhunderten und neunzig dann auch inhaltlich fachlich ein Schnitt.

00:09:03: Wir hatten ja bis dahin also als Kombinatsbetrieb haben wir ja die reine Planung gemacht.

00:09:08: sicher gab es Leistungsverzeichnisse Also was man heute zu Tage als Phase sechs bezeichnet der Hawaii also das Erstehren von Ausschreibungen Was natürlich einen anderen Charakter hatte weil er es gab ja in dem Sinne kein Wettbewerb So dass das, was wir geplant haben im Grunde genommen alles Grundlage war für die spätere Ausführung der dieses Kombinatis.

00:09:25: Und so hatten wir bis zum Beispiel keine Baubewachung.

00:09:29: Also in der damaligen DDR hatte jeder Großbetrieb jede öffentlich Verwaltung hatte im Prinzip eine Bauleitung und die Projekte, die dort umgesetzt wurden, wurden mit eigenen Bauingenuern bedient und begleitet.

00:09:40: Für uns als Planner war wirklich die planerische Tätigkeit im Vordergrund.

00:09:45: leistungsverzeichnete Sohn erstellte aber mehr mit dem Hintergedanken, dass man das verpreisen musste.

00:09:48: Die Preise waren normiert.

00:09:50: also da hat sich keiner ausgedacht was im Kubikner der Beton gekostet hat oder eine Tonne Stahl sondern da gab es Kataloge, da stand das drin und die wurden verwendet.

00:09:57: Aber trotzdem mussten wir uns ja ausrechnen damit man am Ende auch da wusste, was kosteten Bürogebäude?

00:10:01: Was kostet Nachwarnlage?

00:10:02: Ja, und in den letzten Jahren tat es sich dann dieses neue Feld der Bauberwachung für uns auf.

00:10:07: Also es war nicht üblich an den alten Bundesländern, dass die Großkonzerne Investbauleitungen hatten.

00:10:14: Das war eine Aufgabe von Planungsberuhrs.

00:10:17: Und diese Aufgabe haben wir dann ab neunzig aufgebaut, entwickelt und da bin ich hineingegangen weil es da spannend fand wirklich direkt auf der Baustelle zu sehen wie Projekte umgesetzt werden.

00:10:26: und insofern bin ich dann seit Neunzig in die Baubarwachung gegangen habe diesen Bereich quasi mit aufgebaut und ab vierneunzig hab' ich dann die Abteilungsleitung dort übernommen so dass wir dann uns konzentriert haben und auch spezialisiert haben auf dieses Thema.

00:10:38: Also wir haben dann Ingenieure heraus entwickelt aus dem Unternehmen, die von der Planung in die reine Baubewachung gegangen sind ist ja eine ganz andere Tätigkeit.

00:10:46: Absolut!

00:10:46: Also im Prinzip muss ich mir so vorstellen vom Reisbrett direkt auf die Baustelle?

00:10:50: Ja genau also bei den großen Baustellen war man rund um die Uhr auf der Baustell und hat aus Bauherrnsicht das Vorhaben begleitet d.h.

00:10:58: Terminkontrolle, Qualitätskontrolle natürlich auch das ganze Thema Preis Nachträge bearbeiten, Rechnung prüfen.

00:11:05: Also diese Palette hat man in der Baubeerwachung für den Auftrag gegeben.

00:11:09: Ach sie war genommen und abgedeckt.

00:11:11: Letzte Frage zu diesem ja klein persönlichen Part Wie kam dann sozusagen der letzte Schritt?

00:11:15: Dann Richtung Il zustande

00:11:19: also wenn man die fragestellt wie kam ich nünzendhundertfünfundachtzig zur L. Dann muss man im Hintergrund wissen dass man in er damaligen GDR wenn man studiert hat im Grunde genommen keine Wahl hatte, wo man sich später bewerben konnte.

00:11:32: Es gab also so ein Verfahren, in dem man sich verpflichtet hat, dorthin zu gehen, wo mal gebraucht wurde.

00:11:38: Insofern war an den Hochschulen-Eursitäten eine lange Liste mit allen Erfordernissen.

00:11:43: Also die Unternehmen konnten sagen wir brauchen Absolventen und dann konnte man sich dort eintragen.

00:11:49: Ja da ich dieses Unternehmen aber nun kannte bin ich am Ende auf das BMK zugekommen weil mich das auch gereizt hat, wenn man ganz ehrlich ist als fachlich inhaltliche Seite.

00:11:58: Da war ich beim Karreleiter und es gab noch ein paar andere Aspekte, die wichtig waren.

00:12:01: Zum Beispiel eine Wohnung.

00:12:02: Es war nur diesen Problem in der damaligen DDR eine Wohnung zu kriegen Und als ich hier mit dem Karrelei gesprochen habe, hat er mir gesagt Wenn du hier anfängst, kriegen wir das relativ zeitnah hin.

00:12:11: Also solche Aspechte haben natürlich ne Rolle gespielt.

00:12:14: Mal ganz abgesehen davon Das ist bei einem zentral geleiteten Kombinat War das gehalten bisschen höher?

00:12:20: Das war ja einheitlich für alle immer gleich Und diese zentrale leitenden Unternehmen haben ein bisschen mehr.

00:12:25: Aber das war gar nicht der Ausschlag.

00:12:26: Der Ausschlag war also mehr Einmal die fachliche Seite und zum anderen, der hat mir eine Wohnung zugesagt.

00:12:30: Und er hat mir auch gesagt, meine Frau, ich war damals schon verheiratet.

00:12:33: Wenn die da nun ja noch keinen Job findet, dann kriegen wir das auch mal hin.

00:12:36: Das waren schon klare Argumente, die mich dazu bewogen haben gar nicht weiter.

00:12:40: Ich habe mich also gar nicht weit überworben.

00:12:41: Ich hab diese Stelle angenommen und bin dann hier in der Femmer nachtzig gelandet.

00:12:46: Dann haben wir jetzt einen Bogen geschlagen einmal in ihrer persönlichen Historie aber auch schon zu IEL.

00:12:53: Generell mal über neunzig Jahre IL, das war da in dieses Thema einfach mal einsteigen.

00:12:58: Sie haben es ja nun kann man mit Fug und Recht sagen viele Jahrzehnte mit begleitet.

00:13:04: Wenn man jetzt mal die große Frage stellt Neunzig jahre Inros Lackner wenn man da zurückblickt welche werte und welches selbstverständnis Machen dass Unternehmen bis heute aus ihrer Einschätzung was machte und macht IL denn Ja überall die Jahrzehnte auch politischen und wirtschaftlichen Änderungen hinweg so erfolgreich.

00:13:26: Ja, nun kann ich natürlich aus persönlichen Erleben über die Fünfziger Jahre relativ wenig berichten.

00:13:31: aber auch wenn man ein bisschen in die Geschichte guckt dann glaube ich war immer immer auch das war neunzehntundertechsendreißig schon so eine ganz starke Fachlichkeit in Hintergrund im Unternehmen.

00:13:44: Man hat immer, über all die Jahre auch im Hause Lackner und auch im Haus Innenross dann hier an Rostock, man hatte immer eine hohe Fachkompetenz gehabt.

00:13:52: Also das glaube ich war ein Grundpfeiler für eine erfolgreicher Entwicklung.

00:13:58: oder wenn nicht die letzten vierzig-fünfzig Jahre nehmen und gerade auch, wenn ich auf die Wende neunzehnundneutzig zurückgegucke, dann glaube ich, war ein wirklich wichtiges Element dass Mitarbeiter die Geschicke selbst in die Hand genommen haben.

00:14:11: Ich glaube, das war ein wesentlicher Punkt und auch wenn man die letzten vierzig Jahre reflektiert.

00:14:17: Dann, glaube ich, war es schon immer so dass sehr viel Herzblut von der Leitung im Unternehmen war und dass man am Ende es geschafft hat, einen Kollektiv zu formen, die gemeinsam nach vorne geblickt haben und das Unternehmen weiterentwickelt haben.

00:14:30: Und das, glaube Genau der entscheidende Punkt.

00:14:33: vorher hatte man ja in der ehemaligen DDR gar nicht die Möglichkeit wirklich so kreativ etwas zu entwickeln.

00:14:39: Und es waren doch auch Leute da, die das wollten und diese Freiheitsgrade, die auf einmal daran genutzt haben.

00:14:45: Insofern glaube ich war das ein enttragendes Element, dass man die Geschickgesellschaft in die Hand genommen hat – und das ist ja das was uns heute immer noch auszeichnet.

00:14:54: nach wie vor sind Mitarbeiter und ehemalsige Mitarbeiter Gesellschaft – also dieser Hang!

00:15:00: sich selber weiterzuentwickeln, das Unternehmen erfolgreich nach vorne zu bringen, glaube ich, liegt auch ein bisschen in der Ursache.

00:15:07: Also wenn man dieser Ursache, wenn man das Unternehmen hatte wie viele andere Unternehmen, von zweiundneutzig verkauft hat an irgendwelche Investoren dann meine ich mit einer Wahrscheinlichkeit von hundert Prozent dass diese Entwicklung so wie sie jetzt zustande gekommen ist und mit flächendeckender Aufstellung in Deutschland mit einem internationalen Geschäft vom Rostock außen möglich gewesen wäre.

00:15:26: also Prinzip schon vor Jahrzehnten oder auch Damals die Grundlagen schon gelegt, auch was das Selbstverständnis betrifft.

00:15:33: Vielleicht nochmal ein kurzer Rückblick in die DDR-Zeit?

00:15:36: Wir haben eben schon mal darüber gesprochen.

00:15:38: es ist natürlich ein völlig anderes politisches Umfeld gewesen und auch ein anderes wirtschaftliches Umfeld.

00:15:44: Wie waren vielleicht auch so rückblickend?

00:15:46: Wir können ja beide Bereiche durchaus beruhteilen, die Unterschiede damals auch im Ingenieursverständnis.

00:15:52: Sie haben es vorhin schon mal ein bisschen anklingen lassen, was Planung betrifft.

00:15:56: Es wurde viel vorgegeben.

00:15:57: also welche Unterschiede bestanden da zwischen Ost und West

00:16:01: Naja, im Nachhinein glaube ich kann man das wirklich sagen.

00:16:03: Der entscheidende Unterschied war das ganze Thema Auftragsbeschaffung.

00:16:07: also in einem DDR geführten Betrieb gab es Bilanzen Es gab ein Jahresplan und im Grunde genommen wusste man als Ingenieur am Januar welches Projekt man im September auf dem Tisch hatte Und dementsprechend wurden auch die Kapazitäten sortiert und dementsprechend wurde auch eine Urlaubsplanung integriert.

00:16:23: Also man musste nicht akquirieren Man hatte einen Jahresplan der wurde abgearbeitet und da war viel Systematik drin Und insofern war also das tägliche Doing auch ganz anders geprägt.

00:16:34: Nach, der entscheidende Unterschied, da wird bestandlich in Erfachlichkeit.

00:16:39: Also eine Statik zu DDR-Zeiten wurde im Wesentlichen nicht anders aufgestellt als eine Statike unter neuen Vorschriften nach, Also das war kein wirklicher Unterschied.

00:16:48: Die eigentliche Planungsäupt nicht, aber dieses Drum und Dran in der Organisation mit dem ganzen Thema Gesellschaftsrecht, aber insbesondere das Thema Marketing, das Thema Auftragbeschaffung, der Umgang mit Kunden, das Themen Öffentlichkeitsarbeit – die wurden ja vorher nicht bespielen.

00:17:01: Man hat ja eher manchmal eine Kombinatsleitung oder eine Betriebsleitung, die Aufgabe ist auf Träge wegzumoderieren und nicht zu akquirieren.

00:17:12: Das war also der entscheidende Unterschied, dass auf einmal das Marktumfeld erforderte.

00:17:16: Dass man wahrgenommen wurde, dass man sich als Unternehmen präsentiert und dass man wirklich Aufträge akquiriert indem man über Angebote zu einer Auslastung kam was natürlich zu einer Unsicherheit führt weil sicher konnten wir damals im Jahr noch nicht sagen was wir in Mai oder im Oktober an Projekten offentisch haben.

00:17:34: Das war viel kurzfristiger, das war schnelllebiger.

00:17:36: Daran musste man sich gewöhnen, also diese Planungssicherheit die vorher da war auf fürs Gesamtunternehmen.

00:17:42: Also man konnte im Grunde genommen die Einnahmen im Januar, die konnte mal planen bis die Zämme weil man wusste welche Projekte kommen waren und wie werden sie abgearbeitet?

00:17:49: Und da gab es auch eine Zeitschiene und da hielt man sich dran.

00:17:52: das war natürlich weg!

00:17:53: Diese große Unsicherheit, die damit verbunden war, diese Planungssicherheit war weg.

00:17:58: Auf einmal müssten Löhne gezahlt werden und man musste gucken, wie viel Geld hat man auf dem Konto.

00:18:01: Und kriege ich dann wirklich in drei, vier, fünf, sechs Monaten wieder Aufträge die wiederum dazu führen, dass sich weiterhin erfolgreich unterwegs waren.

00:18:08: Das war der große

00:18:09: Hauptstelle.".

00:18:10: Also es war ja im Prinzip der Step logischerweise von der Planen zur Marktwirtschaft... Wie waren das zu DDR-Zeiten?

00:18:16: Was ist das Thema?

00:18:17: Planen an Sicht also diese... Ich fühle so ein bisschen darauf hinaus viele Vorteile und muss im Prinzip im Januar schon okay.

00:18:23: im November kommt dann das und das.

00:18:25: Es war eigentlich schon sehr.

00:18:26: Na ja, in geordneten Bahnen will ich mal sagen.

00:18:30: Inwieweit war der Punkt Kreativität?

00:18:33: darauf will ich so ein bisschen hinaus?

00:18:34: Inwie weit konnte man als Ingenieur kreativ tätig sein?

00:18:39: hat sich das verändert oder ist es...

00:18:41: So geblieben.

00:18:42: Ja, dazu muss man vielleicht aussagen die Fachlichkeit war immer eine besondere Stärke des Hauses.

00:18:46: auch vor neunzehnhundertneunzig hat dieser Betriebsteil hier in Rostock Dieser Betriebsteil dieses Kombinat ist einer relativ große Forschung und Entwicklungsabteilung.

00:18:54: also man war relativ früh Auch in der Computerentwicklung vorne weg.

00:18:59: Man hatte die erste große Zeichenmaschine aus den USA schon zwanzig Jahre vor der vor der Wiedervereinigung Und man hatte da also sehr viel Innovation, man hat Bautechnologien entwickelt.

00:19:09: Man hat Bauprodukte entwickelt also zum Beispiel wurde weiterentwickelt in Fernleger der von der Grundstruktur Schwimmkörper hatte da gab es Patente drauf.

00:19:19: Also das Haus war schon inner Wenn es um bestimmte Entwicklungen geht, ein Stückchen vorne weg und gerade im Bereich der IT.

00:19:26: Also man hatte eine vereinheitliche Mokagebauweise entwickelt die aus Fertigteilen bestanden, die aus Katalogen zusammengesetzt wurde.

00:19:34: also man musste gar nicht mehr individuell wieder stückchenweise planen sondern hat vorgefertigt Man konnte relativ schnell montieren und bauen Was am Ende schon auch, wenn ich an die heutige Zeit denke, wenn nicht wieder über BIM-Räde, sehr fortdrücklich war.

00:19:48: Also wir müssen teilweise da wieder hin, dass wir mehr standardisieren und mehr vereinheitlichen Domains insgesamt in der Bauwirtschaft zeitgemäßer unterwegs zu sein.

00:19:57: Inwieweit spielte denn der Maritime-Ingenieurbau?

00:20:00: Sie haben das Beispiel im Kran gebracht, also Hefen-, Wasserbauinfrastruktur für ihr IL eine wichtige Rolle.

00:20:08: Und wenn man in die Gegenwart schaut sind es ja durchaus internationale... Projekte, die immer wieder auch Maritim-Charakter tragen?

00:20:14: Ja das ist ein besonderes Aufgabfeld.

00:20:17: Wenn ich mir die Maritinprojekte angucke und da bin ich an mich nur behefen, dann bin ich auch bei Werften, da bin nicht bei Christenschutz oder Schleusen.

00:20:25: also im Binnwasserstraßenbereich ist es ja ein großes Feld.

00:20:28: Das ist einfach so dass das Haus gerade in Kombination mit dem Büro in Lackner in Bremen haben wir schon ein großes Knowhow Und in gewisser Weise auch ein Alleinstellungsmerkmal am Markt, weil es nicht so sehr viele Büros dieser Größenorten gibt.

00:20:43: Die so komplexe Projekte wie zum Beispiel einen ganzen Hafen im Moment planen wir mit kompletten Hafen in Ägypten so einen komplettern Containerhafen aus einer Hand realisieren können.

00:20:54: also da ist ein Gleisanschluss, da sind Hochbauten, da ist eine Keh-Anlage, das ist Platzbefestigung Da ist eine Elektroversorgung.

00:21:01: Also all das Ganze können wir aus einem Haus und das gibts in Deutschland nicht halt zu oft.

00:21:04: Glauben Sie, dass die Erfahrungen, die da in den vergangenen Jahrzehnten auch gesammelt wurden?

00:21:09: Wenn viele Mitarbeiter heute gar nicht mehr tätig sind.

00:21:12: Aber das sich fortgesetzt hat?

00:21:14: Dass das der IL bis heute in die Gegenwart davon profitiert?

00:21:17: Ja ich glaube schon!

00:21:18: Weil natürlich ein Prozess immer dabei ist, dass erfahrene ältere Kollegen dieses Know-how weitergeben.

00:21:25: und wenn ich mal das internationale Geschäft sehe was natürlich wertpunktmäßig durch das Haus Lackner hineingekommen ist in die gesamte Firma dann war das schon maßgeblich.

00:21:35: Und wenn ich da in Bremen bei der Rentner Weihnachtsfeier mich mit älteren Kollegen unterhalten habe, denn haben die halt auch berichtet wie das in den fünftiger-sechziger Jahren war und da ging man nach dem Studium ohne dass man französisch konnte nach Togo und hat da fünf Jahre gelebt, dann zog die Frau nach, dann wurden dort die Kinder geboren und nach zehn Jahren ging mal wieder zurück nach Deutschland.

00:21:56: Also da hat man von den älteren Partizipiert, als ganz junger Mensch ging man damit.

00:22:00: Ja und wenn man da zehn Jahre oder vielleicht fünf Jahre an der Seite von so einem erfahrenen Engineer unterwegs war dann hat man natürlich viel aufgenommen und hat das nur Hau weitergegeben.

00:22:09: Absolut!

00:22:10: Davon profitiert IL bis heute... Lassen Sie uns diesen Sprung in die Wendezeit machen.

00:22:17: Es ist kein Geheimnis, dass viele Unternehmen aus der ehemaligen DDR nicht nur große Probleme hatten, sondern schließen mussten und geschlossen wurden.

00:22:28: Inros hat den Sprung geschafft.

00:22:33: Vielleicht können sie noch mal ein bisschen den Weg in diese Monate zeichnen, wie dieser Umbruch gelungen ist?

00:22:42: Ja, ich glaube schon entscheidend war dass einige für sich selbst erkannt haben das es sinnhafter ist die geschicke selbst in die Hand zu nehmen.

00:22:50: Und sicherlich als Betriebsteil eines Kombinates waren die Entscheidungsspieler dann auch eng und der ein oder andere der das auch erlebt hat gedacht das machen wir jetzt anders.

00:23:00: wie wollen selber bestimmen, wohin die Reise geht und wir wollen nicht fremdbestimmt werden.

00:23:05: Wir wollen nicht von anderswo irgendwelche Befehle kriegen und Sachen machen müssen, die wir vielleicht gar nicht verstehen sondern wir machen selbst so.

00:23:11: Und das glaube ich da gab es Initiatoren wenn ich an eine Diskutenke oder auch in Schnabel, die da ein bisschen vorne weggegangen sind und am Ende haben sich ja zwanzig Kollegen dazu entschlossen was damals sicher auch sehr schwierig war dieses Beruf von der Treuhand abzukaufen.

00:23:26: dann die Beträge.

00:23:28: aus heutiger Sicht kann man sagen Das war übersichtlich.

00:23:30: Aber wenn man überlegt, dass damals ein so ein Engine-Noy-Towns-Werhundert Markt verdient hat, dann waren das schon eher mal gewaltige Summen und die mussten damals ihre Häuser oder Ferienhäuser verfinden oder Kredite aufnehmen gegen Linksversicherung um überhaupt bei den Banken entsprechendes Kapital zu kriegen.

00:23:44: also das war schon ein großes Wagnis.

00:23:46: aber es ist auch ein unfassbar mutiger

00:23:48: Schritt.

00:23:48: ja in der Zeit ich meine da war alles im Bewegung Und man konnte ja auch schwer vorhersehen, wie wird sich das denn entwickeln?

00:23:55: Also in der Zeit der Wende war ja quasi keine Arbeiter.

00:23:59: Die Auftraggeber haben sich alle umorganisiert und wir haben zunächst mal kurz gearbeitet.

00:24:04: also es ging gar nicht so nahtlos weiter dass man einfach sagen könnte jetzt lief das hier durch und das musste sich stabilisieren, das mussten sich Auftrag-Geberstrukturen wiederentwickeln die müssen auch wieder investieren wollen.

00:24:14: Das hat schon alles ein bisschen gedauert.

00:24:15: und in derzeit zu sagen ich nehme mir wirklich... Ich verfände mein Einfamilienhaus Und jetzt auf Innos Lackner, das war schon mutig.

00:24:22: Wie ging es dann weiter?

00:24:23: Hat man sich dann relativ schnell, sagen wir mal Anfang der Neunziger entwickelt – ich will jetzt natürlich ein bisschen auf die Frage hinaus, inwieweit ist dann zu einem Zusammenschluss zur eigentlichen Fusion zweier erfolgreicher Unternehmen kamen?

00:24:39: Wie ging das von Statten?

00:24:41: Naja, ich habe natürlich ab vier neunzig ein bisschen besseren Einblick in die Leitung.

00:24:46: Weil ich ab vierneunzig Abteilungsleiter geworden bin für das Baumanagement damals und insofern natürlich dichter war an bestimmten Entscheidungen und auch an bestimmte Gedankengängen, die da waren.

00:24:55: Und eins war klar nach einem anfänglichen Pugen zwei neunzig drei neunzeig wurde ja doch eine Menge investiert auf Boa Ostlief und es gab genug Baufuhr haben, war uns doch relativ schnell klar damals dass das so nicht weitergeht.

00:25:09: Und wir waren im Rostock Hundertfünfzig, Hundertsechzig Mitarbeiter.

00:25:13: und man hat doch relativ schnell erkannt und hat gesagt wenn wir auf Dauer in dieser Größenorten weiter täglich sein wollen dann müssen wir territorial- und fachlich uns weiterentwickeln.

00:25:22: Wir brauchen Standorte nach wie vor.

00:25:25: ja braucht man eine gewisse Örtlichkeit in Deutschland wenn man Aufträge haben will da macht es schon Sinn Büros in Hamburg oder Berlin zu haben Wenn man in der Region tätig sein will.

00:25:34: aus ganz verschiedenen Gründen Ja, und das hat man erkannt.

00:25:37: Also zum einen eine fachliche Erweitung, zum anderen der territoriale Erweiterung so dass man systematisch begonnen hatte auch schon fourneinzig-fünfundneinzig doch der Gesellschaften zu gründen.

00:25:45: beispielsweise das ganze Thema Brückenbau.

00:25:47: Wir haben bis neunzehnundneunzig waren wir am Infrastrukturreich Schrigschrich Brückerstraße nicht tätig.

00:25:52: Man hat es also ausgebaut, man hat angefangen Fachleute auszubilden, zu qualifizieren.

00:25:56: Die also Brücken planen konnten und die Automaten planen konnte.

00:25:58: Da hat man eine separate Gesellschaft gemacht, die sie speziell nur mit dem Thema Brücken beschäftigt haben oder das ganze Thema Umweltplanung war vorher nicht so.

00:26:05: Man hat also eine Gesellschaft entwickelt, die sich mit dem Themen Umweltplanungen beschäftigt hat.

00:26:09: Also eine fachliche Erweiterung und eine Territoriale in der man überlegt hat Wo kann man sich territorial in Deutschland dann noch weiter etablieren?

00:26:16: Und Hamburg war zum Beispiel oder auch Berlin, so dass man also Niederlassung gegründet hat.

00:26:20: Oder teilweise auch mit Beteiligungen in andere Unternehmen mit reingegangen ist um die fachlich und die territoriale Ausbreitung zu erweitern.

00:26:31: Ja, Bremen ist eine Geschichte, die ich mir vom Hörensagen habe erzählt lassen.

00:26:35: Also unser damaliger Geschäftsführer der Herr Litzko, der hat den Rösten studiert Und ein Studienkollege war zu der Zeit, also nach einem Jahrhundert und neunzehnundneinzig Geschäftsführer bei Lackner in Bremen.

00:26:48: Der Professor Lackler hat das Büro verkauft, all das bedingt verkauft an einen Großkonzern.

00:26:53: Und ja dann waren die als aus meiner Sicht siebenundseizieses Rad am Wagen bei so einem Großkonzern anhängig als kleines Ingenieurbüro.

00:27:00: Nachdem was mir die Bremer Kollegen auch mal so erzählt haben sich da nicht wirklich wohlgefühlt Und insofern haben die sich bei einer Tagung mal getroffen, der Herr Litzke und seinen Studienkollege.

00:27:09: Und haben über die Zukunft gesprochen und da kam halt raus das sie verkauft werden sollen.

00:27:14: Dann ist die Idee entwickelt worden dass man sagt Das kann wir zusammen tun Wir als Innenraus gehen damit rein und ihr mit euren leitenden Mitarbeitern.

00:27:21: und so ist es dann auch gekommen also quasi im Management-Beyout wie einige Jahre zu Frau Rostock das Bremer Büro aus diesem Konzern heraus gekauft wurde.

00:27:30: Was waren denn die weiteren Schritte?

00:27:32: Muss man sich ja vorstellen Wenn man so will, ja zwei Unternehmen die dann auch langsam zusammenwachsen müssen.

00:27:39: Wie war so auch die Unternehmenskultur?

00:27:41: Gab es vielleicht auch gewisse Unterschiede?

00:27:44: musste man erst noch sozusagen zusammen wachsen.

00:27:46: War das auch ein Prozess?

00:27:48: Ja natürlich!

00:27:49: Man muss dazu sagen dass wir zunächst eine Innos Holding hatten und unter dieser Holding waren die einzelnen Firmen angegliedert.

00:27:56: Da gab's das große Planungsbüro in Rostock Die Annus-Planos-Gesellschaft, da gab es das Pro in Bremen.

00:28:01: Professor Dr.

00:28:01: Lack dann part.

00:28:02: Da gab's eine Firma die hieß GUTE, die machte Umweltplanung und da gab's ne Firma KGB, die mochte ein Rückenplanung.

00:28:07: Also unter dem Dach der Hohling waren am Ende acht, neun Firmen angesiedelt.

00:28:10: Wisserot kann nachher noch dazu.

00:28:11: Und ja... Am Ende trat man einzelt auf.

00:28:14: wenn man große Projekte anging bildete man eine Arbeitsgemeinschaft um gemeinsam dann diese Projekte zu realisieren.

00:28:21: Aber es war natürlich vom Händling ein bisschen schwierig, man musste im Auftraggeber erst mal eine halbe Stunde erklären, dass man eigentlich irgendwie zusammen gehört aber unterschiedliche Marktauftritte hatte, unterschiedliche Namen hatte und unterschiedliche Geschäftsführer hatte.

00:28:32: so das ist... Das war in dem Jahr zwei Tausendund drei, da war ne große Geschäftsführersitzung gegeben hat die gab es jährlich mehrfach wo alle Geschäftsfuhrer zusammen kamen und wo man dann mal gemeinsam gesagt hat wie wollen wir denn hier weiter machen?

00:28:43: Und da ist die Idee entwickelt worden, das war bei einer Fairfahrt von Rostock nach Helsinki.

00:28:48: Da ist die idea entwickelt worden dass man sagt eigentlich wenn wir zukunftsweisend unterwegs sein wollen dann müssen wie die Kompetenz bündeln Wir müssen die Standorte zusammenfassen.

00:28:56: Das heißt wir brauchen einen einheitlichen Marktauftritt der dann die gesamte Fachlichkeit die wir haben im haus vertritt und der dann halt sieben acht zehn standortet damals in deutschland hat und das alles unter einem dach mit eine einheitliche geschäftsführung.

00:29:09: das bringen sie mehr gehen das schafft einen ganz anderen marktauchtritt.

00:29:12: Aus heutiger Sicht absolut goldene Entscheidung, weil das sicherlich auch die Grundlage war zu den ja erfolgreich, wirtschaftlich erfolgreichen Jahren, die folgen sollten bei Inros Lackner.

00:29:23: Heute ist es ein international tätiges Architektur und Ingenieurbüro mit weltweit mehr als tausend Einhundert Mitarbeitenden.

00:29:31: Das fällt ja durchaus in ihre Amtszeit als Vorsitzender der Geschäftsführung.

00:29:37: Welche Entscheidungen waren rückblickend?

00:29:39: mutig vielleicht sogar ein Stück weit riskant, aber auch entscheidend für diesen Erfolg.

00:29:45: Das was wir im Grab besprochen haben war sicherlich eine Grundlage und was dann folgte.

00:29:50: können Sie da mal so ein bisschen uns abholen wie die vorigen Jahre verliefen?

00:29:54: Naja dieser Entwildungsprozess der hat sich ja fortgesetzt.

00:29:58: in den Jahr zwei tausendundvier war er sicherlich einen Meilenstein.

00:30:02: Aber auch danach sind ja wenn ich zum Beispiel an internationale Aktivitäten denke Wir haben dann systematisch aus Niederlassung einzelne Gesellschaften im Ausland gemacht, sodass auch da eine gewisse Selbstständigkeit da war und auch dort dieses Prinzip was wir am Haupthaus haben weitergeführt.

00:30:19: Das also leitende Mitarbeiter der Gesellschaft da wurden so dass wir jetzt das ist wirklich ein Meilenstein in den letzten Jahren gewesen, dass wir von teilweise Niederlassung oder nur Büros jetzt selbstständige Filme gemacht haben ob das jetzt an Togo so ist oder in Vietnam Sodass wir also auch dort unter Beteiligung der Leitenden Mitarbeiter, also Gesellschaften haben die sich am Markt behaupten können und die natürlich auch ein Stück weit selbstständig am Markt unterwegs sein können.

00:30:46: Und nur das Haupthaus im Hintergrund haben und dass man natürlich sich bei bestimmten Projekten ergänzt ist selbstverständlich aber man hat da durch eine hohe Einständigkeit und das glaube ich ist auch ein wichtiger Schritt gewesen und das klappt natürlich nicht immer Und natürlich geht man ein Risiko ein.

00:31:01: Natürlich sind derartige Entwicklungen gerade auch im Ausland immer mit erheblichen Kosten verbunden, mit viel Engagement von den Mitarbeitern die sich da einbringen und das gelingt nicht immer.

00:31:09: also wenn ich jetzt an die letzten zehn Jahre denke na klar war auch in Russlackner drauf um dran sich stärker in Russland zu engagieren und wir haben eine Niederlassung öffnet und haben Personal ausgebildet und haben Leute in St.

00:31:21: Petersburg gehabt ja und da ist natürlich mittlerweile nichts von da.

00:31:24: also gewisse Sachen kann man einfach nicht vorhersehen.

00:31:27: Und dass der Markt sich so entwickelt, wie er das im Moment gerade getan hat.

00:31:30: Gerade auch in Richtung Osteuropa Das ist ein Risiko was man eingeht.

00:31:35: Wir haben Industrie begleitet die nach Russland gegangen ist wir haben Hefen geplant für internationale Investoren in St.

00:31:41: Petersburg.

00:31:42: Das findet natürlich alles nicht mehr statt So dass man also da natürlich am Ende hat das Geld gekostet.

00:31:47: Aber das war ja ein Punkt der weltpolitischen Lage mit dem man ja im Prinzip Rechnen

00:31:52: muss,

00:31:52: sollte heutiger Sicht.

00:31:53: Aber nur jetzt rechnen kann.

00:31:54: Genau, aber so was passierte halt eben und insofern hat man auch immer auf diesem Weg natürlich Wagenisse die man nicht immer vorher sehen kann und die er zu Verlusten führen.

00:32:04: das ist ja nicht das Quatscher Geld wenn man eine Niederlassung aufbaut mit allem was dazu gehört.

00:32:08: Ich wollte nochmal ganz kurz auf den Punkt hinaus was sie gerade sagten sozusagen eigenständig, vermeintlich eigenständige Firmen vor Ort beziehungsweise Büros zu gründen die eine gewisse Eigenständigkeit haben.

00:32:20: Ist es da auch noch mal ein Punkt einfach dort Einheimische unter anderem Einheimischen Experten und Experten zu haben, Mitarbeiter zu haben die den Draht auch zu den lokalen Behörden haben wo es natürlich viele Raumgenehmigung geht um dort einfach vor Ort voranzukommen erfolgreich zu sein also diese Philosophie zu verfolgen.

00:32:37: vielleicht können sie dann nochmal einen Satz zu sagen

00:32:39: Ja, ich glaube das ist ganz wichtig aus mehrererlei Gründen.

00:32:41: Es ist wichtig auch regionales Personal verstärkt zu beschäftigen.

00:32:45: Das hat man sicherlich der nicht an ganz alte Projekte denke die die Bremer in Togo hatten und die Brener Kollegen sind seit über fünfzig Jahren in Togu tätig.

00:32:52: Hat man schon immer getan aber in die Maße wie bis jetzt tun.

00:32:55: wir beschäftigen in Toga gute vierzig Mitarbeiter davon haben zwei oder drei internationalen Hintergrund also deutsche oder franzosen oder so vor dem Hintergrund der Sprache, aber die überwiegend in Mehrheit sind Mitarbeiter aus der Region und das ist im doppelten Sinne wichtig.

00:33:09: Klar zum einen verstehen sie natürlich ihre Mentalität und das Umfeld viel besser, aber zum anderen gibt es natürlich mittlerweile in diesen Ländern auch genug qualifiziertes Personal und wir sehen darin auch schon eine Aufgabe diese dann zu beschäftigen.

00:33:21: also dass was man vielleicht vor fünfzig Jahren noch oder vor vierzig Jahren gemacht hat, dass man mit zwei deutschen Engineuren in ein Land gegangen ist, hat ein Projekt realisiert, ist hinterher wieder nach Hause gefahren So verstehen wir uns auch nicht mehr.

00:33:31: Wir wollen natürlich auch mit dem, was wir dort tun in gewisser Weise auch etwas fürs Land tun und dazu gehört natürlich auch regionale Leute zu beschäftigen damit die unter Arbeit und Brot kommen und damit auch eine ganz andere Beziehung vielleicht zudem haben, was da passiert und entsteht.

00:33:45: Wenn Sie jetzt nochmal zurückblicken auf Ihre Amtszeit welche Projekte sind Ihnen da wirklich nachhaltig in Erinnerung geblieben?

00:33:54: Ja wenn ich über meine Projekten spreche, dann sitzen immer diese mit den größten Herausforderungen das heißt immer die wo man wundern, wenn man am Anfang gestartet ist.

00:34:02: Am wenigsten wusste und hinterher richtig klug war.

00:34:04: also ich bin mir zu einigstens jahren doch als relativ früher oder junger engineer nach lübeck gegangen und habe dann eine baubauwachung gemacht für den hafen ausbau von fünfzig millionen auf der anderen seite stand.

00:34:16: dann hat bauleiter die alle vor zwanzig oder dreißig Jahre berufserfahrung hatten da hat man sich schon entwickelt.

00:34:22: also denke ich schon gerne an die zeit zurück.

00:34:24: Ja, und danach habe ich dann die Bauberwachung begleitend dürfen für die Weftanwissner.

00:34:29: Das war ja ein Projekt mit eine Projekte von hundert Millionen Euro.

00:34:31: Und am Ende hat uns das vom Jahr vierneinzig bis achtneinzig geschäftigt.

00:34:35: Ein Riesenprojekt, wo ja auch alles dabei war – von den Hafentechnischen an dann bis hin zu dem doch relativ großen Dockern oder diese gigantische Halle da mit dreihundertsechzig Meter Länge und seventy Meter Höhe und hundertfünfzig Meter Breite.

00:34:49: Das ist ja schon aus der gewöhnlichen Dimension!

00:34:51: Und das begleiten zu dürfen?

00:34:52: Ja, das war schon eine Herausforderung aber hat Spaß gemacht.

00:34:54: Erlemmke, wunderbare Einblicke die Sie uns ja heute gegeben haben und kleine Zeitreise die wir unternommen haben.

00:35:01: Deswegen würde ich jetzt auch schon mal zu meiner Abschlussfrage kommen was würden sie sich wünschen wenn in weiteren zehn Jahren auf die Geschichte von Inros Lackner zurückgeblickt wird?

00:35:10: Also das ist sozusagen der Blick jetzt ein Stück weit in die Zukunft.

00:35:14: Ja sind in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten aber ihr habt glaube ich bewiesen in den vergangenen Jahrzehnten dass man da auch durch stürmische Zeiten gehen kann.

00:35:23: Ja, zehn Jahre.

00:35:23: Hundert Jahre in Roslachner also das ist schon dann wirklich auch ein Ereignis was man denke mal noch viel intensiver auf Marketingnäßig begleiten wird und feiern wird als es für neunzig Jahre der Fall ist.

00:35:34: Nichtsdestotrotz ist es eine lange Zeit zehn Jahre.

00:35:37: Und was ja immer wieder schwerfällt ist ich sage mal nach vorne zu schauen.

00:35:40: Was ich mir wünsche ist klar dass das Unternehmen sich weiterhin positiv entwickelt Dass man ja auch dieses Miteinander pflegt, dass man sich wechselseitig hilft Das wir das entsprechende Fach Know-how haben, dass wir mit der Zeit gehen dass es ein Kollektiv gibt, was also gemeinsam das nach vorne bringen will.

00:35:55: Und am Ende ist jeder Mitarbeiter da gefragt.

00:35:57: Jeder hat die Chance, sich hier einzubringen und einen Beitrag dafür zu leisten, dass es erfolgreich nach vorn geht.

00:36:03: Denn von alleine läuft ja am Ende gar nichts.

00:36:05: Insofern ist es dieses Team, was ich der Aufgabe bewusst sein muss.

00:36:10: Das Umfeld ist wie's Umfeld is'.

00:36:12: Am Ende ist die Frage – Was macht man daraus?

00:36:14: Wie stellt man sich auf?

00:36:15: Wie geht man bestimmte Sachen an?

00:36:17: Ich würde mir wünschen, dass sich das Unternehmen weiter erfolgreich entwickelt, Unsere Standorte auszubauen, dass wir teilweise auch die Fachlichkeit weiterentwickeln.

00:36:25: Es wird ein Riesenthema mit der IT und mit der KI auf uns zukommen.

00:36:29: Wir werden unsere Arbeitswelt komplett ändern müssen!

00:36:31: Das bringt in unserem Planungsalltag gravierende Veränderungen zu Meistern, sich dementsprechend umzustellen.

00:36:38: Erfordert eine hohe Flexibilität von allen.

00:36:40: Auch Einsatzbereitschaft, weil nichts passiert von alleine.

00:36:43: Man muss sich umstellen – das ist bekanntermaßen schon immer das Schwierigste was Menschen machen kann, sich anzupassen – und das muss uns gelingen so dass wir am Ende wirtschaftlich erfolgreich sind.

00:36:52: Also auch wenn man es heutzutage gar nicht mehr sagt, aber bei allem was man tut muss man wirtschaftlicher erfolgreich sein.

00:36:56: ohne wirtschaftlichen Erfolg.

00:36:58: Das sind alle Entwicklungen schallend rauch und man kann über viele Sachen reden.

00:37:01: Man braucht den finanziellen Hintergrund um das auch leisten zu können.

00:37:05: Und dessen muss man sich auch bewusst sein.

00:37:07: und wenn man das schafft dann bin ich sehr optimistisch.

00:37:10: Wir haben eine sehr gute Bedingung.

00:37:12: auch wenn ich mir den Auftragsvorlauf angucke, wenn nicht mehr sehe wie wir fachlich aufgestellt sind.

00:37:15: Dann bin ich schon sehr optimistisch dass uns das gelingen wird mit dem Team was wir haben da erfolgreich nach vorne zu

00:37:21: kommen.

00:37:21: Herr Lebke, dem habe ich nichts hinzuzufügen.

00:37:24: Neunzig Jahre in Ross Lackner.

00:37:26: erstmal herzlichen Dank für diese spannenden Einblicke und alles alles Gute!

00:37:30: Ich bedanke mich.

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